Geschichte von Ferngläsern

fernglas3
Foto: pixabay

Die ersten Binokulare tauchten zur Jahrtausendwende um 1900 auf. Sie wurden zu meist im Theater verwendet, um von den hinteren Reihen das gebotene Schauspiel besser zu sehen und so künstlich näher an der Bühne dran zu sein. Vom Aufbau her waren die Ferngläser auf Grundlage von Fernrohren nach Galileo konstruiert. Nachfolger dieser optischen Geräte waren Prismenferngläser. Anfangs fanden sie besonders häufig in der militären Nutzung viel Anwendung. Sie wurden so gebaut, dass ein möglichst breites Sehfeld für den Beobachter erzeugt wird. Hauptsächlich wurden Porroprismen als optisches Herzstück der Ferngläser genutzt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen auch zunehmend Binokulare mit Dachkantprismen auf den Markt, da diese dank verbesserter Vergütung und optimierten Fertigungstechnik als kompakte Geräte mit sehr guten optischen Eigenschaften überzeugen konnten. Heutzutage sind Gläser mit Porro und Dachkant von der Bildleistung prakisch gleichwertig. Je nach Anwendung und persönlicher Präferenz des Betrachters wird die Entscheidung zur Wahl des passenden Geräts getroffen (siehe Startseite). Aktuelle Ferngläser müssen oft brillentauglich sein und über Funktionen zur Einstellung der Dioptrie verfügen. Zudem wird gefordert, dass die Geräte kompakt, leicht und robust gebaut sind. Darüberhinaus gibt es auch Gläser mit Bildstabilisatoren, um perfekt wackelfrei beobachten zu können.